Ihre Fragen – unsere Antworten

FAQ

Die neue Verbandmitteldefinition nach §31 Abs. 1a SGB V ist seit Dezember 2020 in aller Munde. Zu diesem Zeitpunkt konkretisierte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die vorhandene Richtlinie, in der es um die Definition von Verbandmitteln und deren Verordnungsfähigkeit geht. Besondere Auswirkungen hat die neue Verbandmitteldefinition auf Produkte, deren Inhaltstoffe eine pharmakologische, immunologische oder metabolische Wirkungsweise im menschlichen Körper entfalten (z.B. Silber), da diese nach Ablauf einer Übergangsfrist zum 02.12.2024 möglicherweise nicht mehr verordnungs- und erstattungsfähig sind. Verbandmittel, die zwar ergänzende Eigenschaften besitzen, jedoch ohne pharmakologische, immunologische oder metabolische Wirkungsweise der Wundheilung dienen, indem sie eine Wunde feucht halten, reinigen, geruchsbindend, antimikrobiell oder metallbeschichtet sind, fallen nicht unter diese Regel.

Gut zu wissen: curea medical Wundauflagen sind und bleiben verordnungsfähig. Dabei punkten unsere multifunktionalen Wundauflagen (MPD) mit Aktivkohle curea P1 duo active und curea P2 active gleich mehrfach: Vom Exsudatmanagement über die Neutralisierung von Wundgerüchen bis hin zur Bindung von Bakterien und Toxinen auf rein physikalische Weise. So setzen Sie schon heute auf leistungsfähige Produkte für übelriechende, kontaminierte oder infizierte exsudierende Wunden, die auch nach dem Ende der Übergangsfrist gem. Anlage Va der Arzneimittelrichtlinie sicher erstattungsfähig bleiben.

Leider nein. Der „Umschlag“ um den Absorberkern muss intakt bleiben, damit keine Superabsorber-Körnchen in die Wunde gelangen. Das wäre zwar physiologisch ungefährlich, aber trotzdem nicht schön, da es einen zusätzlichen Reinigungsaufwand der Wunde mit einer sterilen Wundspülung nach sich ziehen würde.

Ja. Der Körper wärmt die Wundauflage, während die Mischung aus Zellstoff und Natriumpolyacrylat ein feuchtes, aber nicht nasses Wundmilieu aufrechterhält. Die Produkte curea P1 und curea P2 mit einer atmungsaktiven Rückseite (BTBS) regulieren zusätzlich die Verdunstung und speichern somit Körperwärme.

Eine erschöpfte Wundauflage wird unangenehm dick und verfärbt sich in der Farbe des Exsudats.

Wir empfehlen eine maximale Tragedauer von 7 Tagen, wobei jedoch die reale Anwendungsdauer immer von der Exsudatmenge abhängt, die von der Wunde freigesetzt wird.

Nein, überschüssiges Wundexsudat wird sicher im Polyacrylat der Wundauflage gebunden. Wir empfehlen die Wundauflage rechtzeitig vor Überfüllung zu wechseln bzw. spätestens nach 7 Tagen. In der Regel wird somit kein zusätzlicher Hautschutz benötigt.

Nein, da das in der Wundauflage enthaltene Natriumpolyacrylat überschüssige Feuchtigkeit speichert, bleiben die Wundränder trocken bzw. werden nur leicht feucht.

Ja, können Sie. Natriumpolyacrylat bindet Keime, die durch das Exsudat in die Wundauflage „gespült“ werden. Durch den Einschluss und Verbleib in der Wundauflage verhungern die Keime und werden dann beim nächsten Verbandwechsel entfernt. Dieser Effekt funktioniert übrigens mit allen Keimen, nicht nur mit dem Pseudomonas. Wenn Sie wissen, dass die Wunde mit Pseudomonas besiedelt ist, empfehlen wir besondere Aufmerksamkeit auf die Ausbildung eines Biofilms zu legen. Ggf. muss die Wunde mechanisch gereinigt werden, um diesen Biofilm zu entfernen.

Um ein Verkleben der Wundauflage mit der Wunde zu verhindern, verfügt curea P2 über ein integriertes 3D-Wunddistanzgitter, dass ein Anhaften der Wundauflage verhindert und atraumatische Verbandwechsel (auch bei wenig exsudierenden Wunden) ermöglicht. Falls dagegen ein Soft Debridement der Wunde erforderlich ist (z.B. zu Beginn der Exsudationsphase), empfehlen wir curea P1 Wundauflagen, die durch ihre weiche aber grob-strukturierte Nonwoven-Wundseite die Wundgrundreinigung beim Verbandwechsel unterstützen.

Ja, unsere Wundauflagen funktionieren bis zu einem Ruhedruck von 46 mmHg (entspricht der Kompressionsklasse 3 bis 4).

curea-Wundauflagen werden vollständig in Deutschland hergestellt. Die selbstklebenden Varianten werden in Irland weiterverarbeitet.

Überempfindlichkeiten (Allergien) kann ein Körper gegen nahezu alle Stoffe entwickeln – daher auch gegen Materialien der Wundauflage. Dies sind allgemein Polypropylen, Polyethylen, Natriumpolyacrylat und Zellulose. Bei den selbstklebenden Wundauflagen kommen noch die Klebstoffe hinzu (Acrylat bzw. Silikon).

Nein, Aktivkohle ist völlig ungefährlich. Kohlenstoff ist ein Hauptbestandteil unseres Körpers und kann biochemisch nicht von unserem Organismus verwertet werden. Aktivkohle wird z.B. zur Entgiftung als Tabletten oder Suspension verabreicht.

Nein, da Aktivkohle kein „aktiver“ antibakterieller Wirkstoff ist. Stattdessen aber werden Bakterien oder Keime „passiv“ durch Oberflächenkräfte (Van-der-Waals-Wechselwirkung) an der Aktivkohle gebunden und bei jedem Verbandwechsel aus der Wunde entfernt. Dadurch können sie nicht mehr in die Wunde zurückgelangen.

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Gern sind wir Ihnen behilflich und freuen uns über Ihren Anruf oder Ihre Nachricht.